Spirit das Cheerleader Magazin
das Cheerleader Magazin - Ausgabe 116 11/2014

 Logo 5 gegen Jauch
Die Freude war groß, als wir, die Cheer Academy Bochum e.V., von RTL kontaktiert wurden und uns angeboten wurde, mit acht Mädels der „CAB Lilies” als Auflösung auf die Frage „Was sind sogenannte „PeeWees”?” in der Sendung „5 gegen Jauch” aufzutreten.

 spirit 115 1Nach ersten Vorgaben bereiteten wir uns beim Training auf den Besuch einer Verantwortlichen von RTL vor, um diese mit Stunt-, Tumbling und Tanzdarbietungen endgültig von uns zu überzeugen und die Einladung zur Show zu erhalten.

Von Training zu Training stieg die Vorfreude, bis endlich die Aufnahmen in den großen RTL-Studios in Köln anstanden. Als der langersehnte Tag gekommen war, wurden wir voller Erwartungen in Bochum von einem Bus abgeholt und fuhren gemeinsam zum Studio. Wie wird es beim Fernsehen ablaufen? Dürfen wir mit den Prominenten reden oder Fotos machen? Werden wir alles fehlerfrei - wie im Training geübt - zeigen können? Wie sollen wir auf die Bühne kommen oder wo sollen wir uns auf der großen Bühne hinstellen? wird es den Leuten gefallen? Fragen über Fragen schwirren in unseren Köpfen und die Aufregung stieg.

Nachdem wir aber sehr freundlich empfangen wurden, unsere Ansprechpartner für den Tag kennengelernt hatten und einige Fragen losgeworden sind, wurden wir etwas entspannter und konnten uns in unseren Kabinen auf die Proben vorbereiten. Schneller als erwartet standen wir dann noch etwas verunsichert im Studio. Ohne Publikum, aber mit Oliver Pocher, Regisseuren, Kameraleuten, Tontechnikern und einigen anderen, mit denen dann unser Programm abgestimmt werden konnte.

Nach einer kleinen Stärkung hatten wir noch etwas Zeit, uns auf den „richtigen” Auftritt vor gefülltem Studio und auf uns gerichteten Kameras vorzubereiten. Bedingung war nur, dass uns keiner der Kandidaten vor der Show sieht, um die Frage nicht frühzeitig aufzulösen.

Geschminkt wurde sich dann nicht wie bei Meisterschaften gewohnt in kleinen Kabinen oder ergatterten Plätzen auf dem Flur, sondern wie die Stars von Profis in der Maske. Daran könnte man sich gewöhnen. Und dann war es soweit, die Aufzeichnung begann und unsere Herzen klopften höher vor Aufregung. Direkt als zweite Frage wurde nach den sogenannten „PeeWees” gefragt.

Wissen die prominenten Gäste oder Günther Jauich etwas mit dem Begriff anzufangen? Leider nicht. Wir wurden für Kiwis oder einem Butler der Queen gehalten. Umso erstaunter waren die Gäste, als wir, die Nachwuchs-Cheerleader, über due Treppe hinunter zu ihnen auf die Bühne kamen. Sobald unsere Musik begann, verflog auch ein großer Teil der Anspannung, sodass wir unser Programm ordentlich präsentieren und das Publikum mitreißen konnten.

Ein Highlight war Oliver Pocher in unserem Kostüm. Doch nur das Kostüm allein reicht natürlich nicht aus. Wir wollten mehr von ihm als Cheerleader sehen. Daher forderten wir ihn und Sylvie Meis zunächst auf, mit uns einige Schritte zu tanzen. Zum Abschluss stand noch ein kleiner Stunt mit Pocher an. Bekommen wir ihn hochgezogen und können wir ihn halten? Puh, Erleichterung machte sich breit, als wir auch das hinbekommen hatten und uns wieder einmal die Bedeutung von Spannung und Timing bewusst wurde. Ohne größere Patzer konnten wir das Rampenlicht wieder verlassen und erstmal tief durchatmen. Geschafft.

Wir konnten viele neue Erfahrungen sammeln und haben gelernt, dass man sich beim Fernsehen nicht immer an ein genaues, abgesprochenes Programm halten kann, sondern immer etwas Spontanität gefordert wird, die man dann überzeugend und sicher rüberbringen muss.

Text: Sabrina Maltig, Cheeracademy Bochum
Fotos: Cheeracademy Bochum