Eine junge Sportart - seit 1877

Cheerleading kommt aus Amerika

Das organisierte Cheerleading begann als All-Male Aktivität. 1877 Der "Daily Princetonian" - eine noch heute erscheinende Studentenzeitung der University of Princton, New Jersey, USA, berichtet in der Ausgabe vom 22. Februar  (und später) von einem Schlachtruf der sowohl beim American Football als auch beim Baseball die Uni-Mannschaft unterstützen sollte! Der Ruf "Hurrah! Hurrah! Hurrah! Tiger! S-s-s-t! Boom! A-h-h-h!" von damals blieb - mit leichten Veränderungen - der Schlachtruf von Princeton.

Johnny Campbell - Foto: WikipediaThomas Peebles, Princton-Absolvent des Jahres 1892, brachte die Idee 1884 an die University of Minnesota, wo das Football-Team so unterstützt wurde. Um 1897 kam für die Akteure des gezielten anfeuerns der Begriff "Cheer Leader" auf und am 2. November 1998 machte Johnny  Campbell mit einem Trupp von 6 männlichen Studenten zum ersten Mal organisiertes Cheerleading im American Football! Von da an waren die  sie  als "Yell Captains" (Einheizer/Schlachtrufer) am Spielfeldrand regelmäßig zu sehen. In der Universitätszeitung von 1898 kann man nachlesen, was das Ziel des Cheerleadings ist: "Die folgenden Herren haben dafür zu sorgen, dass heute jeder das Stadion atemlos verlässt." Dies war der Beginn einer rasanten Entwicklung!

Early women cheerleaders at UW Madison - Foto: WikipediaIn den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts kamen die ersten Frauen dazu. Mit den Mädchen waren die Hebefiguren und Pyramiden leichter zu erstellen und in den dreißiger Jahren tauchte auch erstmals das Utensil auf, mit dem Cheerleader immer verbunden werden: der Pompom.

Im Jahr 1948 gründete dann Lawrence "Herkie" Herkimer, aus Dallas, Texas, ein ehemaliger Cheerleader der Southern Methodist University, die Nationale Cheerleaders Association (NCA), um Kurse für Cheerleading zu veranstalten. Als dann in den fünfziger Jahren der Andrang bei den Cheerleadern immer größer wurde gab es die ersten Ausscheidungswettkämpfe: Das Cheerleading als selbstständige Sportart war da. Seit 1978 werden Meisterschaften nach festen Regeln ausgerichtet.

In den fünfiziger Jahren wurde auch das professionelle Cheerleading begründet. Die erste belegte professionelle Cheer-Squad gab es in der National Football Leage (NFL) bei den Baltimore Colts.

Cheerleading kommt nach Deutschland

Logo der Cheerleading Vereinigung DeutschlandLogo CCVD1980 wurden zur Unterstützung es ältesten Europäischen Amarican Football Teams, den Düsseldorf Panther, die Pantherettes gegründet. Damit war die Keimzelle auch in Deutschland gelegt.

Im Jahr 2003 gab es dann auch "organisiertes" Cheerleading. Die Cheerleading Vereinigung Deutschland (CVD) gründete sich innerhalb des American Football Verbandes Deutschland e.V. (AFVD) und war dadurch automatisch in im Deutschen Sportbund (DSB) vertreten.

Seit 2007 gibt es einen alternativen Verband, der sich ausschließlich um den Cheersport kümmert: Der Cheerleader- und Cheerdance Verband Deutschland (CCVD). Innerhalb Deutschlands ist der CCVD in zehn Regional- und Landesverbände aufgeteilt.

Berühmte Cheerleader

Halle Berry Schauspielerin Heskett Junior High School and Bedford High School,
Bedford, Ohio
* 1966
Sandra Bullock Schauspielerin Washington-Lee High School,
Arlington, Virginia
* 1964
George W. Bush 43. Präsident der USA Phillips Academy Andover,
Andover, Mass.
* 1946
Cameron Diaz Schauspielerin Long Beach Polytechnic High School * 1972
Kirk Douglas Schauspieler Amsterdam High School,
Amsterdam, New York
* 1916
Michael Douglas Schauspieler   * 1944
Dwight D. Eisenhower 34. Präsident der USA Harvard University 1880-1969
Madonna Sängerin ... Rochester Adams High School,
Rochester Hills, Michigan
* 1958
Steve Martin Schauspieler   * 1945
Ronald Regan 40. Präsident der USA Eureka College, Illinois 1911-2004
Franklin Roosevelt 32. Präsident der USA Harvard University 1882-1945

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